Mahdgutübertragung an der Rastanlage Nievenheim im Auftrag des Landesbetriebes Straßenbau NRW

Mahdgutstreifen mit Wiesen-Schlüsselblume

Artenreiche Wiese im Zonser Grind

Die Übertragung von Mahdgut ist eine zunehmend etablierte und sehr effiziente Naturschutz-Methode zur Wiederherstellung artenreichen Grünlandes. Bei dieser Methode wird das Mahdgut artenreicher Grünlandbestände, mitsamt der darin enthaltenen Samen und Sprossteile, auf eine zu entwickelnde Fläche übertragen. In zahlreichen Projekten wurde gezeigt, dass dadurch gebietsheimische Grünlandarten und ihre Pflanzengesellschaften schnell und kostengünstig etabliert werden können, besser als dies durch Einsaaten möglich wäre.

Seit dem Jahr 2007 hat die Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss e.V. mittlerweile 36 Mahdgutübertragungen durchgeführt. Zumeist handelt es sich um Flächen kommunaler Ausgleichskonzepte oder anderer Ausgleichsmaßnahmen, hinzu kommen „freiwillige“ Maßnahmen.

Zuletzt wurde im Bereich der Raststätte Nievenheim für den Landesbetrieb Straßenbau NRW eine Mahdgutübertragung als Ausgleichsmaßnahme für die Raststättenerweiterung durchgeführt. Das Mahdgut stammt von artenreichen Wiesen aus den Naturschutzgebieten Wahler Berg und Uedesheimer Rheinbogen. Dieses Material wurde als Rundballen bzw. als Heudruschmaterial geliefert und anschließend auf eine vorbereitete ehemalige Ackerfläche flächig ausgebracht. Ein  Landwirt soll neben der Aufwuchspflege auch die spätere Nutzung der artenreichen Grünlandfläche übernehmen (Heugewinnung).

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